Keratokonus

 

Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut bei der eine Stoffwechselstörung auftritt, die die Stromalamellen in Ihrer Festigkeit beieinträchtigt. Die "weich" gewordene Hornhaut wölbt sich du rch den Innendruck kegelförmig nach aussen und wird dabei dünner.


Es entsteht eine unregelmässige Hornhautvorderfläche, ein irregulärer Astigmatismus. Die Bilder werden dadurch auf der Netzhaut verzerrt abgebildet. Die Kurzsichtigkeit (Myopie) und die "Hornhautverkrümmung" (Astigmatismus) nehmen dabei zu und die Sehschärfe nimmt drastisch ab.


Es gibt dabei genetische Faktoren, zum Teil auch vererblich, die die Veränderung meist schon im Jugendalter auftreten lassen. Oft betrifft es beide Augen, dabei ist meist aber ein Auge wesentlich stärker betroffen.

Anfangs lässt sich diese Fehlsichtigkeit noch mit Brille zu korrigieren, im fortgeschrittenen Stadien ist oft nur eine Korrektion mit einer formstabilen Kontaktlinse sinnvoll.
Die Anpassung solcher Speziallinsen ist äußerst schwierig und aufwändig. Im Prinzip versuche wir unter der harten Kontaktlinse eine flüssige Tränenlinse zu formen, die die unebene Hornhautoberfläche glättet.

Für die Anpassung dieser Linsen steht uns ein Oculus Topograph zur Verfügung. Damit vermessen wir Ihre Hornhaut an über 20.000 Messpunkten. Anschließend können wir verschiedene Kontaktlinsen auf Ihrer Hornhaut simulieren. Dies führt zu einer sicheren, zügigen Anpassung von harten Keratoconuslinsen.

 

Keratokonusdarstellung im Messsystem

Bei den Kontaktlinsen setzten wir voll auf das Programm der Firma Hecht aus Freiburg. Hier fließt das größte Know-how in der Kontaktlinsenanpassung zusammen. Die Firma Hecht unterhält mehrere Anpassinstitute in Freiburg, unter anderem auch an der Universitätsaugenklink und ist der renomierteste Kontaktlinsenhersteller Europas.

Im nebenstehenden Bild sehen Sie ein Topographie (Höhendaten, Radien-Darstellung) eines Keratokonus. Die gespiegelten Kreise auf der Hornhaut sind Birnenförmig verzogen. Typisch ist die leicht nach unten dezentrierte Lage der Kegelspitze (hier pink, kleine Radien).

 

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